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Bauen, ökologisch und
energieeffizient
Vermeiden von energieintensiven Baumaterialien, lieber mehr Holz als Beton. Moderne Häuser können mehr Energie erzeugen als sie verbrauchen.
B Bauen

Gebäudehüllen (Analyse Ist-Zustand)

Der Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK) zeigt, wie viel Energie ein Wohngebäude für Heizung, Warmwasser, Beleuchtung und andere elektrische Geräte benötigt. Er schafft damit einen Vergleich zu anderen Gebäuden und gibt Hinweise für Verbesserungsmassnahmen.

 

Mehr Informationen unter:
www.geak.ch
 

geak ch
 

Mit Thermografie Energielecks orten
Thermografie ist der erste Schritt zu einer energieeffizienten Sanierung von Altbauten. Sie macht deutlich, wo die Schwachstellen an Fassade, Dach und Fenster liegen. Dabei werden mit einer Wärmebildkamera zu kalter Nachtzeit Aufnahmen der Fassade gemacht. Doch Thermografie muss sorgfältig ausgeführt und die Befunde müssen richtig interpretiert werden. Erst dann lässt sich ein Gebäude sinnvoll sanieren. 
Thermografie macht Wärmeverluste an der Gebäudehülle sichtbar: Bausünden, nicht isolierte Installationen in den Aussenwänden sowie Feuchtigkeitsschäden. Das Ziel jeder Sanierung muss eine markante Energieeinsparung sein. 
Besondere Aufmerksamkeit ist dem Dach zu schenken. Bei diesem grossflächigen Bauteil mit verschiedenen Anschlüssen waren in der Bauphase meist mehrere Handwerker beteiligt. Thermogramme weisen punktgenau auf Schwachstellen hin, so dass energieeffiziente Sanierungsmassnahmen eingeleitet werden können.

Isolation
Ein gut isoliertes Gebäude kommt mit einer Niedrigtemperatur-Heizung (30-35°C) aus. Das bietet für die Heizungsinstallation zwei grosse Vorteile: Es geht weniger Heizenergie verloren und die Heizung kann die erneuerbaren Energiequellen mit maximaler Effizienz nutzen.
In der Schweiz beträgt das Durchschnittsalter der Gebäude mehr als 45 Jahre, und ihre Lebensdauer liegt weit über 100 Jahren. Aus dieser Sicht lohnt es sich umso eher, eine fachgerechte Sanierung in Angriff zu nehmen.

 
Zur Erinnerung: In unserem Land entfallen beinahe 50 Prozent des gesamten Energieverbrauchs auf Bau und Betrieb der Gebäude!

 


Erst isolieren und dann die Heizung ersetzen
Die effizientesten Massnahmen in Sachen Energieverbrauch und Umweltschutz sind die Wärmedämmung des Gebäudes und der Ersatz der Fenster. Anschliessend lässt sich der Energieverbrauch noch mehr senken, wenn man auf Solarwärme und/oder eine Wärmepumpe setzt.

 

Weiterlesen:
http://www.energie-umwelt.ch/haus/renovation-und-heizung/gebaeudeplanung/isolation

 

Dachbegrünung gegen Überhitzung und als Naturlebensraum

Hat das Gebäude ein Flachdach, empfehlen wir, ein begrüntes Dach zu realisieren.

Auch hier gibt es entsprechende Details zu beachten (Isolation, Abdichtung, Kiesschicht, Substrat). 
Damit erreichen wir folgende Vorteile: Lebensraum für einheimische Wildpflanzen, Insekten, Schmetterlinge und Vögel; Begrenzung der sommerlichen Erhitzung; Verlangsamung des Regenwasserabflusses.

 
 dachgarten

Sebastian Koller
Sebastian Koller, Wil
Junge Grüne SG

  "Beim Bauen ist nicht nur das „Wie“, sondern auch das „Wo“ entscheidend. Neue Überbauungen dürfen nicht zur Verschärfung von Verkehrsproblemen führen und gehören nur an Standorte, die mit ÖV und Langsamverkehr optimal erschlossen sind."