F1Flugreisen1Flugreisen sind Energiefresser

 

 

 

 

 

Es gibt wunderbare Alternativen ohne Jetlag: Velo und Zugreisen sind die wahren Abenteuer. Erforschen Sie das Tessin, die Romandie oder das Elsass auf Schusters Rappen. Alle zwei Jahre darf es dann mal weiter sein...

 

 

Flugreise3André Borschberg und Bertrand Piccard fliegen mit ihrem Flugzeug SolarImpulse mit Solarenergie. Für gewöhnliche Sterbliche ist das nicht möglich, und es ist leider nicht zu erwarten, dass dies je möglich sein wird. Geschäftlich und als Touristen fliegen wir mit viel höheren Reisegeschwindigkeiten als es der SolarImpulse kann, mit viel mehr Platz (auch wenn es uns oft nicht so erscheint) und Komfort, und das Gepäck sollte auch noch mit. All das benötigt viel Energie in der Form von Flugbenzin.Darüber hinaus ist Fliegen klimaschädlich. Es wird dabei viel CO2, Wasserdampf und Stickoxid erzeugt, und zwar in grosser Höhe, was den Treibhauseffekt im Vergleich zu Emissionen in Bodennähe stärker ankurbelt. Ein Retourflug in der Economy-Klasse von Zürich nach New York schlägt mit 2,3 Tonnen CO2 pro Person zu Buche (12'600 km).

Christoph Meili vom WWF Schweiz meint: „Fliegen ist pro Stunde betrachtet die Tätigkeit, welche die Umwelt mit Abstand am stärksten belastet.“ Wenn man einen anderen Kontinent besuchen will, stellt er eine Faustregel auf: „Pro Stunde Flugzeit verweile ich eine Woche am Reiseziel. Das heisst konkret: je weiter ich wegfliege, desto länger geniesse und desto ausführlicher plane ich meinen Aufenthalt am Zielort.“

Nachzulesen unter: http://www.wwf.ch/de/aktuell/publikationen/newsletter/fragen.cfm.

Innerhalb von Europa sind Zugreisen aus energetischen Gründen den Flugreisen eindeutig vorzuziehen. Es ist angenehm, mit dem Schlafwagen mitten in einer europäischen Stadt anzukommen, ohne Gepäck- und Bodyscan, ohne Schlangenstehen und ohne am Zielort auf das Gepäck warten zu müssen. Leider besteht bei Flugreisen keine Kostenwahrheit: Flüge sollten wegen ihrer Umweltbelastung teurer sein.

Eine Möglichkeit, um das Umweltgewissen etwas zu beruhigen, besteht in der finanziellen CO2-Kompensation, z.B. bei Myclimate: http://www.myclimate.org. Diese Stiftung unterstützt nationale und internationale Projekte zur Energieeinsparung. Ist es nicht langsam an der Zeit die CO2-Kompensation obligatorisch in den Flugpreis einzurechnen?

Florian Gschwend
Florian Gschwend
Junge Grüne SG

 "Eigenverantwortung heisst,
auf unnötige Flüge zu verzichten.
Zug und Bus erlauben uns, interessante Städte zu besuchen und einmal ein Wochenende auszuspannen - dafür braucht's keine Flieger!"