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velo kopenhagen

 

 

Verkehr: Entschleunigen spart auch Energie

 

 

 

Dem Fussgänger-, Velo- und E-Bike Verkehr wird Priorität
eingeräumt. Das reduziert Unfälle und spart Stress und Energie.

EntschleunigungUnsere Welt wird immer schneller, lauter und bunter – aber auch hektischer. Beim Entschleunigen geht es um angemessene Tempi bei der Arbeit, im Verkehr, im Umgang mit sich selbst, mit den Mitmenschen und der Natur. Mittlerweile hat sich die Entschleunigungsbewegung etabliert und nimmt an Fahrt auf. Viele Menschen spüren, dass die schnelllebige Moderne ihren inneren Rhythmen nicht unbedingt entspricht. Die effektivste Beschleunigungsmaschine der Welt bremst sich selber aus:
Der Verkehr wird langsamer. Tempo ist alles, rasch weiter, keine Zeit! Dass es beim Anliegen genau dar­um geht, wird von manchem hier nicht verstanden: Etwas mehr Rücksichtnahme auf schwächere Verkehrsteilnehmer, etwas Entschleunigung in der Hektik des Alltags, die  Fahrzeitdifferenz im Sekundenbereich. Vielleicht ein paar Autodurchfahrten weniger, dafür mehr Lebensqualität für die Anwohner, mehr Sicherheit für die Schulwege. Und auch mehr Kunden für die lokalen Geschäfte. Weshalb tun wir uns so schwer damit?

Szenenwechsel. Nordholland, Haupt­stadt von Friesland: Leeuwarden, etwa gleich viel Einwohner wie St. Gallen. Der Veloverkehrsanteil ist doppelt so gross wie hier. Praktisch jeder und jede fährt mit dem Velo (ohne Helm, ohne Motor!), auf unzähligen Velowegen und -spuren, aber auch mitten durch alle Fussgängerzonen. Das Velo wird überall abgestellt, niemand stört sich daran. Der Langsamverkehr in Holland ist Bestandteil einer Fortbewegungskultur, die wesentlich mehr ist, als nur möglichst rasch von A nach B zu gelangen. Da haben wir noch einiges nachzuholen!

 

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Clemens Müller, St.Gallen
Grüne SG

 

"Fussgängerinnen und Velofahrer sind in den Köpfen von Politikern und Verkehrs-Ingenieuren leider immer noch eine Randerscheinung."