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Umwaelzpumpe

 

 

Umwälzpumpen bei Heizungen könnten sparsamer sein

 

 

 

Moderne Pumpen verbrauchen bis zu 70% weniger Strom und können mit intelligenten Steuerungen zusätzlich optimiert werden. Nicht nur in Privathäusern sondern auch in der Industrie lassen sich grosse Einsparungen erzielen.

Es geht darum sinnlose Stromfresser zu ersetzen:

Wo geheizt wird, sind Umwälzpumpen installiert: Sie lassen das erwärmte Heizungswasser in den Räumen zirkulieren und werden mit Strom betrieben. Auch Brauchwarmwasser wird mit Umwälzpumpen bewegt. Technisch veraltete und überdimensionierte Umwälzpumpen gehören zu den grossen Stromverbrauchern. Viele laufen auch im Sommer völlig unnütz während 5 bis 7 Monaten.

Eine A-Klasse-Pumpe benötigt 5 Mal weniger Strom

hydraulischer abgleichWer jetzt baut oder saniert, sollte das neueste Modell einbauen und eine intelligente Steuerung vorsehen. Der Stromverbrauch kann damit um bis zu 75 Prozent reduziert werden. Würden alle ineffizienten Umwälzpumpen in der Schweiz mit effizienten Modellen ersetzt und optimal gesteuert, können 1151 Gigawattstunden Strom pro Jahr eingespart werden.

Sowieso dürfen ab August 2013 nur noch Nassläufer-Umwälzpumpen eingebaut werden, die einen Energieeffizienz-Index (EEI) kleiner als 0.23 erreichen. EnergieSchweiz und Suissetec haben dazu ein Merkblatt verfasst, welches sich sowohl an Installateure und an die Eigentümer wendet.

So viel wie Mühleberg
Umwälzpumpen in Heizungsanlagen verbrauchen rund 3 Prozent des schweizerischen Stroms, etwa so viel wie Waschmaschine und Tumbler zusammen. Im einem Haushalt können sie über 10 Prozent des Haushaltstroms fressen. Landesweit kommt etwa die Produktion des AKW Mühleberg zusammen.

A-Label verlangen
Das Austauschen einer noch funktionierenden Pumpe ist trotz des Installationsaufwandes wirtschaftlich. Der ideale Zeitpunkt für den Wechsel ist beim Austausch der Heizung gekommen; dann muss unbedingt eine richtig dimensionierte A-klassige Pumpe verlangt werden, da sonst die Gelegenheit für viele Jahre verpasst wird.
Inzwischen gibt es ein Energie-Label für Umwälzpumpen: Pumpen mit einem sehr guten Wirkungsgrad sowie automatischer Drehzahlregelung haben ein A; Pumpen herkömmlicher Bauart und ohne Drehzahlregelung nur ein C oder D. Die neuen energiesparende Umwälzpumpen sind in der Anschaffung nicht wesentlich teurer als konventionelle.

Austausch lohnt sich

Während der Lebensdauer einer Anlage lassen sich bei einer effizienten Pumpe viele Hunderte, bei grösseren Anlagen, bis Tausende von Franken an Stromkosten einsparen, was die Austauchkosten bei Weitem wettmacht. Eine Umwälzpumpe für ein Ein-Familien-Haus kostet etwa 300 Franken. Dank günstigerer Betriebskosten ist sie in der Regel schon nach zwei bis drei Jahren amortisiert.

 

Sascha Mueller
Sascha Müller, Rapperswil-Jona
Junge Grüne SG

 

"Das Potezial zum Energiesparen ist in der Gebäudetechnik riesengross. Um es zu nutzen braucht es ein grosses Engagement von Hausbesitzern, Handwerkern und Behörden."