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Zukunft ist grün oder
sie findet nicht statt

 

 

 

Kreislaufwirtschaft und erneuerbare Energien sind die
alleinigen Möglichkeiten für eine lebenswerte Zukunft
aller Menschen.

 

KreislaufDie Natur macht es uns vor: Sie produziert keinen Abfall. Alles wird wiederverwertet. Stirbt ein Tier, so wird es von Fleischfressern, Insekten, Maden, Bakterien und anderen Organismen in seine Bestandteile zerlegt, die neues Leben möglich machen. Fallen im Herbst die Blätter von den Bäumen, so liegen sie am Boden und wir haben unseren Spass am raschelnden Laub, wenn wir über den Blätterteppich gehen. Aber im Frühjahr ist das Laub weg, denn die fleissigen Organismen haben auch dieses Material abgebaut und damit die Bodenmasse erhöht. Und so weiter. Sogar die Erde selbst ruht nicht, sondern verschiebt die Kontinente gegeneinander, lässt Berge entstehen und verschluckt Meeresboden in sogenannten Subduktionszonen. Nichts geht verloren.

Während frühere Zivilisationen und heute noch gewisse Naturvölker mit den Ressourcen sparsam umgehen und wenn irgend möglich nichts wegwerfen sondern wiederverwerten, sind die gegenwärtigen „hochentwickelten“ Zivilisationen gewaltige Verschwendungsorganisationen. Sie fördern Erdöl und Erdgas und verbrennen es zur Energiegewinnung oder für die Mobilität, sie schürfen Erze und andere Rohstoffe, konstruieren damit Gebäude und Gebrauchsgüter und lassen dies alles zu Abfall verkommen. Es gibt zwar Anstrengungen, gewisse Abfälle gesondert zu sammeln und zu rezyklieren, etwa Papier, Aluminium oder PET. So wertvoll dies ist, es genügt nicht.

Kreislaufwirtschaft 500x500

Damit das menschliche Leben (und dasjenige von zahlreichen Lebewesen) auf unabsehbar lange Zeit hinaus möglich sein wird, müssen wir von der Wegwerfmentalität wegkommen und zur Kreislaufwirtschaft übergehen. Das Design und die Konstruktion von Gebrauchsgütern muss von Anfang an so konzipiert werden, dass sie langlebig sind und man sie am Ende ihres Lebenszyklus so in ihre Bestandteile auftrennen kann, dass diese zu neuen Rohstoffen werden. Dieses Konzept wird auch „Cradle to Cradle“ genannt („Von der Wiege zur Wiege“). Siehe für genauere Erklärungen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kreislaufwirtschaft

gruene wirtschaftoder die Broschüre der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften:

http://www.satw.ch/publikationen/schriften/kreislaufwirtschaft/index

Ähnlich wie bei den Rohstoffen muss auch das Problem der Energieversorgung angegangen werden. Anstatt Erdöl, Erdgas, Kohle oder Uran zu verbrauchen (und damit CO2 „für den raschen Klimawandel“ oder strahlende Abfälle zu erzeugen) ist es heute nötig, auf erneuerbare Energien umzustellen: Wasserkraft, Windenergie, Solarenergie. Kreislaufwirtschaft und Energiewende bieten grosse Chancen für Innovationen und neue Arbeitsplätze.
Aus diesen Überlegungen heraus lancierten die Grünen die Volksinitiative "Für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft (Grüne Wirtschaft)" und reichten sie im Spetember 2012 ein. Sie verlangt, dass der ökologische Fussabdruck der Schweiz bis ins Jahr 2050 von heute drei auf eine Erde reduziert wird. Zur Zeit (Juni 2015) wird die Initiative im Parlament in Bern beraten. Die Chancen stehen gut, dass wenigstens einige wichtige Punkte in einem Gegenvorschlag berücksichtigt werden.
Mehr Infos dazu: http://www.gruene.ch/gruene/de/kampagnen/aktuell/gruene_wirtschaft/initiative.html.

 Yvonne Gilli
Yvonne Gilli, Wil
Grüne SG

 

"Die Klimaerwärmung, der zunehmende Rohstoffverbrauch, wachsende Abfallberge und die fortschreitende Zerstörung der Biodiversität und von Landschaften machen deutlich, dass die Wirtschaft einer fundamentalen Kursänderung bedarf."