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 Oel salat

 

Öl gehört an den Salat,
nicht in den Tank

 

 

 

Wir verbrauchen in 150 Jahren, was an Energie während 150 Millionen Jahren gespeichert wurde. Damit schädigen wir unser Klima und zerstören die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen.

 

oelfoerderungMan sollte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, doch hier tun wir es für einmal. Öl ist selbstverständlich nicht gleich Öl. In der Natur findet sich einerseits Erdöl, das man zur Energiegewinnung verbrennen kann. Ein bisschen archaisch, nicht wahr? Die Neandertaler waren auch schon im Stande, Feuer zu machen... Es ist aber ein Unsinn, eine wertvolle Ressource, die durch natürliche Prozesse vor Abermillionen Jahren entstand, für Mobilitäts- und Heizungszwecke zu verbrennen. Erdöl sollte möglichst zurückhaltend als Rohstoff für die chemische Industrie eingesetzt werden (Synthese von Werkstoffen auf Kunststoffbasis oder von Wirkstoffen für Medikamente), dann werden die Vorräte noch für lange Zeit reichen. Dagegen wird bei der einfältigen Verbrennung von Erdölprodukten wie Benzin oder Diesel auch noch CO2 freigesetzt, was die Klimaerwärmung tüchtig antreibt.

(Biodiesel aus Palmöl ist eine andere, unschöne Geschichte. Zu diesem Zweck wird Tropenwald abgeholzt, damit der Anbau von Ölpalmen in Monokulturen möglich wird: www.wwf.ch/de/projekte/wirtschaft/roundtables/rspo oder http://de.wikipedia.org/wiki/Palmöl.)

Das andere Öl kommt auch aus der Natur: Oliven-, Raps-, Sonnenblumen- oder Leinöl, nebst zahlreichen anderen Sorten. Mit Ausnahme des edlen Olivenöls lassen sich viele Ölsaaten hierzulande lokal anbauen, was lokale Wertschöpfung, landwirtschaftliche Vielfalt und kurze Transportwege bedeutet; lauter Aspekte, die wir bei Lebensmitteln schätzen. St. Galler Öl macht Freude und bringt Abwechslung in die Küche, wie man sich hier vergewissern kann: www.st.galleroel.ch. Zwischendurch kaufen wir ein herrliches Olivenöl, das uns an die Ferien in Italien erinnert.

Darum: Ein knackiger Salatkopf, in mundgerechte Stücke zerteilt und mit selbst gemischter Salatsauce nach individuellem Geschmack verfeinert, gibt eine gluschtige Vorspeise oder Beilage. Nach Lust und Laune kann man den Salat mit Cherrytomaten, Radieschen, feingeschnittener Zwiebel, gerösteten Brotwürfelchen oder Sonnenblumenkernen anreichern.

En Guete!

Franziska Ryser
Franziska Ryser, St.Gallen
Junge Grüne SG

 

 

"Was werden wohl meine Enkelkinder über uns denken, wenn sie feststellen, dass wir den letzten Tropfen Erdöl verbraucht haben?"